Das Geschäft mit Likes und Klicks in Social Media

scheinwelt-facebook.pngSchon seit ich blogge finde ich dieses Thema interessant. Sind die Tausenden von Likes und Klicks bei Facebook, Twitter oder YouTube wirklich echt? Was steckt hinter der Marketing-Masche „werde berühmter für 50 €“ oder „boost your page with 1000 new likes“? Stecken dahinter echte Profile und wenn ja, woher kommen diese?

Diesen Fragen ist die ZDF info Doku in Zusammenarbeit mit einer französischen Filmproduktion aus Paris auf mehreren Kontinenten nachgegangen. Mit eigener Recherche, einer Fake-Band und Kontaktpersonen in Bangladesch und New York wird das Geheimnis hinter der gekauften Beliebtheit gelüftet? Und es bleibt nicht nur eins:

Oder in der ZDF mediathek unter: http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/video/2633392/Die-Scheinwelt-von-Facebook-&-Co 

Auch in meiner Studienzeit bei unseren hochschuleigenen Onlineportal „medienMITTWEIDA“ sind wir dem Phänomen und den Agenturen, die die Likes gegen Geld anbieten, nachgegangen, wie z.B. in „Sein oder Schein – wie sozial ist das soziale Netzwek?“ oder mit mehr deutschem rechtlichem Bezug in „Freunde und Fans im Sonderangebot„.

Persönlich ist es für mich als Bloggerin auch immer wieder verlockend zu sehen, dass ich 500 mehr Likes in wenigen Stunden haben könnte aber da setze ich doch lieber auf die wahren Fans, die meine Beiträge auch wirklich lesen.

One Billion Rising – Tanzen gegen Gewalt an Frauen

2016-OBR-logo-no-datesSich bewegen, um etwas zu bewegen“ – so beschreibt es die Organisatorin von „One Billion Rising“ in Berlin, Bettina Lutze Luis Fernández. Mit ihren Tanzgruppen des „Centre Talma“ stand sie am Sonntag auf der Bühne vor dem Brandenburger Tor. Darunter auch Melissa, 19, die im Kindesalter Opfer sexueller Gewalt wurde und der Macht eines Mannes ausgesetzt war. Heute geht sie gestärkt aus dieser schweren Zeit heraus und möchte mit der Tanzdemonstration „One Billion Rising“ ein Zeichen setzen. Ihre Geschichte und alles zu der Veranstaltung in Berlin hier im ZDF, mit meiner Mitarbeit als Praktikantin:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2670680/Tanzen-gegen-Gewalt#/beitrag/video/2670680/Tanzen-gegen-Gewalt

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2670680/Tanzen-gegen-Gewalt 

One Billion Rising wurde vor drei Jahren ins Leben gerufen und ist ein internationales Tanz-Event. In Deutschland wird in über hundert Städten für die Milliarde an Frauen getanzt, die täglich Gewalt oder Missbrauch erleben müssen – One Billion, jede dritte Frau auf der Welt ist betroffen. Gerade am Valentinstag, dem 14. Februar, erheben sich die Menschen um wach zu rütteln, dass in vielen Beziehungen etwas falsch läuft oder bei Gewalt an Frauen noch viel zu oft weggeschaut wird. Mehr dazu auf der offiziellen Website hier.

Was steckt hinter der ZDF heute-show?

Habt ihr euch auch schon mal gefragt, was eigentlich hinter der beliebten „heute show“ des ZDFs steckt? Wie lang wird daran gearbeitet und wer schreibt die Witze? Lernt sie der Moderator Oliver dann alle auswendig oder kommen auch spontane Gags?
Screenshot der Team-Seite auf heuteshow.zdf.de

Screenshot der Team-Seite auf heuteshow.zdf.de

Immer freitags um 22:30 Uhr werden Millionen Zuschauer (13,2 Prozent Marktanteil) vom heute-show-Team und unter Produzent Georg Hirschberg belustigt. Die Marke der Sendung ist Moderator Oliver Welke, der aus dem Comedy-Bereich stammt und sonst zudem als Sportmoderator erfolgreich ist. klamm.de berichtet, dass die Show nach dem Vorbild der amerikanischen „Daily News“ entwickelt wurde, aber sich auch den Nachrichtenformaten des ZDF wie „heute“ und „heute-journal“ anlehnt, was an sich schon eine Satire darstellt. Seit Beginn der Sendung vergrößerte sich der Marktanteil um acht Prozent. Wiederholt wird sie in den Tagen nach der Freitagsausstrahlung auf ZDFinfo, ZDFneo sowie ZDFkultur. Schon seit Beginn der Produktion der Show im  Juni 2009 sind die Plätze im Publikum heiß begehrt und die Karten schnell ausverkauft.

Bezüglich meiner Frage erhielt ich von der zuständigen Zuschauerredaktion folgende ernüchternde Antwort:

„Die zuständige Redaktion hat sich bisher ganz bewusst entschieden, nicht zu viel über ihren Wochen- und Tagesablauf zur Entstehung einer „heute-show“-Folge zu veröffentlichen. Es gibt auch für Journalisten absolute „Tabuzonen“ bei der Entstehung einer „heute-show“. Wir bitten Sie um Verständnis für unsere Entscheidung.“ 

Heute-show wird fünf Jahre alt

Informationen über die wöchentliche Satiresendung gibt es jedoch schon. Erst heute erschien ein Artikel im Tagesspiegel über das fünfjährige Jubiläum der Show, die gerade in der jetzigen Zeit der Großen Koalition erfolgreicher sei denn je. Zum Aufbau der Sendung verrät man dort, dass sich fünf Autoren um die Themen kümmern, sowie die zwei führenden Autoren Oliver Welke selbst und Morten Kühne die aufwendigeren Reporterthemen gestalten. Mehr zu Quoten, Beschwerden und FDP in der heute show hier.

Ein Quotenmeter.de-Redakteur war bei einer der ersten Sendungen dabei und berichtet hier über die Unterstützung durch professionelle Gagschreiber und die vielen Proben der Show und Witze schon am Vormittag vorher. Somit sind viele Witze natürlich schon vorher einstudiert, andere sollen aber vor allem vor der Show auch noch spontan von Oliver Welke kommen, um das Publikum aufzuheizen. Schon bei der Impro-Comedyshow „Schillerstraße“ sammelte er das Gespür für den richtigen Moment eines Gags, sagt er im Gespräch mit Redakteur Jürgen Kirsch.

In einem weiteren Interview mit Welke verriet er mehr über die Aufmachung der Late-Night-Show. Angefangen wird am Montag wie in einer richtigen Nachrichtenredaktion, um Dienstag die Themen so aufzubereiten, sodass sie am Freitag noch interessant und lustig sind. Mehr zur Sendung und zum Karierre-Kombinator aus Sport und Comedy Oliver Welke im Interview des Deutschlandsfunks ein weiteres witziges Interviews führte auch der Tagesspiegel mit ihm.

Screenshot des Hassbooks von Gernot Hassknecht

Screenshot des Hassbooks von Gernot Hassknecht

In allen Artikel wird aber auch nicht der sich ständig aufregend schreiende Gernot Hassknecht vergessen. Auf der zdf-heute-Website wird er auch mit seinem eigenen „Hassbook“ entlohnt. Dort findet man witzige Videos und Beiträge des Langzeit-Cholerikers, die anstatt mit dem Like-Button mit „Einem Scheiß!“ ins Ranking gehen… „144 andere regt das auch auf“. Wie man in zwölf Klicks zum Nachwuchs-Choleriker wird, kann man hier lernen. Außerdem kann man ihm Beschwerde-Themen schicken, über die Hassknecht sich für einen aufregt – im Beschwerde-Generator.

Mit über einer Viertel Million Likes (278.000) auf Facebook ist die heute-show auch auf Social Media aktiv und mit Fans in Kontakt. Twitter halten sie mit ca. 6900 Followers auf dem Laufenden. Na dann, bis nächsten Freitag halb 11!