Kritik an Lichtern für Belgien

Nach den Terroranschlägen in Brüssel geht die Fahndung nach den Verdächtigen weiter. Bis jetzt bekannt ist, dass die Brüder Ibrahim und Khalid El Bakraoui sich selbst in die Luft gesprengt haben, ein weiterer Täter, Najim Laachraoui, sei auch noch am Anschlagsort gestorben. Nach dem vierten Verdächtigen wird noch gesucht, er soll auf dem Weg nach Frankreich sein. Alle drei identifizierten Attentäter sind in Belgien geboren und haben Verbindungen zu den Verantwortlichen des Anschlags in Paris vor vier Monaten.

Die Zahl der Toten ist auf über 30 angestiegen, unter den 300 Verletzten sind auch Deutsche. Seit dem Anschlag trauert Belgien um die Opfer – weltweite Anteilsnahme sprachen Länder wie Frankreich, Saudi-Arabien und Mexiko durch die Erleuchtung der Wahrzeichen aus, wie hier in Berlin:

Aber dafür gab es auch Kritik. In vielen Kommentaren fragen die Leser (Berliner Morgenpost), warum nicht auch die Flaggen von Türkei, Syrien oder Kongo, wo auch tausende Menschen Opfer des Terror wurden, an die Gebäude geleuchtet werden. Wie auch Sarah und Theresa bei Twitter:

Dem deklarierten Grund der Solidarität entgegnen viele dass „es den Familien der Opfer doch ganz bestimmt helfe“. Provokant zeigen sich auch viele Fragen, welche Farben denn das nächste Mal dran sind. Die Angst vor einem neuen Anschlag steigt.

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