Bachelor done: Was ist die Zukunft für Darstellungsformen in Newsportalen?

baMultimedia, Storytelling, Snapchat – wenn Journalisten etwas „Neues“ entdeckt haben, müssen es alle Redaktionen nachmachen. Interessant zu beobachten, wer wie schnell mitmacht. Da spielt der Faktor Geld eine entscheidende Rolle. So war der Spiegel schon vor Jahren bei Datenjournalismus und Multimedia Storytelling gut aufgestellt. Die lokalen Redaktionen wie die Berliner Morgenpost rückten nur langsam nach. Erstaunlich bleibt es aber zu beobachten, wie unterschiedlich, Darstellungsformen in Newsportalen der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten verwendet werden. Wer ist besonders interaktiv? Wer hält seine Leser mit Liveblogs up-to-date und wer bindet Social Media am besten ein?

Damit habe ich mich in meiner Bachelorarbeit zum Thema „Journalistische Darstellungsformen in Newsportalen“ beschäftigt. Drei Monate wissenschaftliche Literaturrecherche und Analyse standen vor mir. Yippie!

ba-portaleDafür habe ich die drei Newsportale „Berliner-zeitung.de“, „heute.de“ (ZDF) und „bento.de“ (das neue Portal für 18-30jährige vom Spiegel) analysiert. 240 Artikel. 2 Monate. 13 Kriterien.
Und um praxisnah zu bleiben, führte ich mit den jeweiligen Redaktionsleitern/-innen der drei Portale Experteninterviews. Mein Ziel war es, herauszufinden, welche journalistischen Darstellungsformen in Newsportalen verwendet werden und wie dies auf den Ursprung der Redaktion, ob Print, TV oder Online und öffentlich-rechtlich oder privat, zurückzuführen ist.

Meine 5 Kernergebnisse sind:

  • Strukturell liegt der Fokus vor allem auf Erklärbeiträgen („Explainern“), die z.B. durch Infoboxen, Zwischenüberschriften oder Links dem Leser schnell eine strukturierte Übersicht zum Thema geben
  • Gestalterisch liegt der Fokus auf Videos, das besonders durch die Sozialen Netzwerken verstärkt wird, die Redaktionen bauen ihre eigene Videoproduktion aus
  • die Bedeutung von Social Media wird immer größer, d.h. ihre Einbindung in Darstellungsformen aber auch der Umgang von Newsportalen mit Social Media, also mit den Lesers und Trends, die sich dort verstecken
  • Interaktivität ist ein vielfältiges, sehr relevantes Stichwort – der Leser möchte selbst im Text navigieren und die Nähe zum Medien bzw. zur Community wird durch Social Media immer wichtiger (personalised content)
  • Probleme des Journalismus hängen mit den verankerten Strukturen vieler Medienhäuser zusammen, dadurch haben es Newsportale aus klassische Medien z.B. schwieriger, sich an die neuen Entwicklungen anzupassen

Dazu ein ganz passendes Zitat von dem heute.de-Chefredakteur Michael Bartsch:

        Wenn man jetzt ein Nachrichtenangebot neu aufbaut, ist das leichter als einen Sender wie das ZDF umzubauen.“

Doch wie bin ich vorgegangen und was kam dabei raus?

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Meine Forschungsfrage

Meine Forschungsfrage lautete: Welche journalistischen Darstellungsformen werden in Newsportalen verwendet? Im genaueren ging es darum was von den klassischen Formen adaptiert wird und welche neuen Formen durch den technischen Fortschritt entstehen. Reizvoll fand ich dieses Thema, weil man an den Darstellungsformen in Onlinemedien erkennt, wie Medien im Wandel sind. Aktuell habe ich dies vor allem bei der neuen Tagesschau App 2.0 gesehen. Interessanterweise haben sich meine Forschungsergebnisse aus dem Zeitraum von Mai bis Juli 2016 in der App-Veröffentlichung im Dezember 2016 gezeigt. Darauf werde ich später nochmal zurückkommen.

Des Weiteren sind Darstellungsformen in kommunikationswissenschaftlicher Hinsicht interessant, da sie so ein großes Potenzial für unterschiedliche audiovisuelle, emotionale Elemente für den Leser bieten. Vor allem die neuen Medien und die Mulitmedialität, die sich durch Digitalisierung ergibt, sind hierbei als Stärke zu sehen und nicht als Hürde oder Angstfaktor, alles verändern zu müssen. Genau auch diesem Problem wollte ich auf den Grund gehen. Durch meine praktischen Tätigkeiten in Medienbetrieben wie dem Tagesspiegel und dem ZDF, bin ich immer wieder dem Generationsunterschied in Medienunternehmen begegnet. Oft ist es schwer für etablierte Journalisten, die ihre Routine aus den 90er Jahren gewoht sind, neue Veränderungen der quirligen, jungen Medienmacher zu akzeptieren. Oft werden Trends aus Social Media, die Revolution des Selfiesticks oder Eigendarstellungen auf Youtube nicht als wertvolle, sozio-kulturelle Phänome gewertschätzt.

Deshalb fand ich es spannend, den unterschiedlichen Meinungen durch Expertengesprächen auf den Grund zu gehen. Absichtlich habe ich dafür drei sehr unterschiedliche Newsportale ausgewählt: berliner-zeitung.de als Onlineredaktion einer Zeitung mit dem Problem der Zusammenarbeit zwischen Print und Online, heute.de als öffentlich-rechtliches Portal des ZDFs, das nicht nur durch die rechtlichen Strukturen in der Entwicklung gebremst wird und bento.de als völlig neues, jungen Newsportal vom SPIEGEL, das gern mit neuen Darstellungsformen experimentiert.

Mit welcher Literatur habe ich recherchiert?

Für meine Grundlagenforschung habe ich mich an Fachbüchern über Darstellungsformen (Müller, Horst: Journalistisches Arbeiten/ Fasel, Christoph: Textsorten, in: Wegweiser Journalismus) bedient. Dadurch konnte ich im ersten Teil die verschiedenen Textsorten definieren und dies als Grundlage für weitere Formen nehmen. Für die Abgrenzung der moderneren Formen, die sich durch zahlreiche Medienphänomene entwickeln, habe ich auf aktuelle Literatur aus den vergangenen zwei Jahren zurückgegriffen wie z.B.  Gabriele Hooffacker „Online-Journalismus“ oder Nea Matzen „Onlinejournalismus“.

Für die Entwicklungen in Bezug auf die Darstellung journalistischer Texte durch sie Sozialen Medien verwendete ich für die Recherche das Buch von Stefan Primbs „Social Media für Journalisten“. Aber auch Multimedialität, das heißt Geschichten mit Hilfe mehrerer Medien wie Text, Foto, Video und Audio zu erzählen, spielte in meiner Fragestellung eine große Rolle. Dort half mir die wissenschaftliche Grundlage des Buches von Barbara Witte und Martin Ulrich „Multimediales Erzählen“ weiter.

Des Weiteren bediente ich mich vor allem an Fachmagazinen wie dem journalist oder kressreport. Vor allem die Artikelreihe von Marvin Milatz und  Olaf Wittrock namens „Die Zukunft des Nachrichtenjournalismus“ hat einige Erkenntnisse aus meiner Forschung bestätigt und mir viele Impulse gegeben.

In Hinsicht auf statistische Werte, die meine Darlegungen untertstützen sollten, griff ich auf die ARD / ZDF-Studie Massenkommunikation 2015 und IVW Online zurück, die sehr verlässliche Zahlen über die Medienforschung geben. Daran konnte ich sehen, welche Darstellungsformen besonders beliebt sind, indem die Nutzungsdauer oder Kaufzahlen gemessen werden.

Last but not least, habe ich viele Blogs und Medienportale gelesen, um ich thematisch mit dem Forschungsthema und vor allem den momentanen Veränderungen sowie den Ideen und Mutmaßungen für die Zukunft auseinanderzusetzen. Für besonders aktuelle Themenimpulse in der Medienbranche, allerdings nicht unbedingt verifizierbare Quellen, sind Blogs etc. angebracht. Denn den Entwicklungen von Snapchat, Periscope oder Virtual Reality kann die etablierte Litertaur nicht so schnell nachkommen wie das Internet. Dabei sind vor allem Berichte von Richard Gutjahr und t3n in meine Abschlussarbeit eingeflossen.

Was und wie habe ich analysiert?

Neben der Literaturrecherche, habe ich eine Analyse von drei Newsportalen durchgeführt. Der Zeitraum war auf zwei Monate ausgelegt und umfasste am Ende 240 analysierte Online-Artikel. Dabei habe ich nach drei Kriterien ausgewertet: die Art der Darstellungsform – was meine zentrale Forschungsfrage betraf, die Einbindung von Social Media sowie die Interaktivität, das vor allem meine Ergebnisse für Online-Darstellungsformen unterstützte, die für den Erkenntnisgewinn der Arbeit in Hinblick auf die Entwicklung von Darstellungsformen in der Zukunft wichtig sind. Mein Ziel der Analyse war es die Erkenntnisse in der Verwendung von Darstellungsformen je nach Ursprung des Newsportal zu differenzieren, wozu ich im ersten Absatz (Forschungsfrage) einige Erklärungen gegeben habe.

In meine Auswertung lies ich die Aussagen aus den drei Expertengespräche einfließen und konnte somit meine Analyseergebnisse damit in Verbindung bringen und Gründe für meine Annahmen finden. Zudem habe ich zwei Schwerpunkte für die zukünftige Verwendung von  Darstellungsformen in Onlinemedien gesetzt.
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Was habe ich herausgefunden?

Zum einen habe ich einen Fokus auf Videos feststellen können, da diese audiovisuelle Form vor allem in Zeiten des Smartphones und schnellen Rezipierens von Erfolg spricht. Dieser klare Trend hin zu mehr Videos ist auch schon in vielen Newsportalen zu sehen, zum einen auch durch Zusammenschlüsse wie „Welt“ und „N24“. Zum zweiten habe ich einen Fokus auf Erklärformate festgestellt, da die Nutzer zwar schnell Informationen aufnehmen wollen, es eine sogenannte „Lückennutzung“ (Zitat aus dem Expertengespräch mit heute.de-Redaktionsleiter Michael Bartsch) entsteht, der Leser dennoch einfache Erklärungen und Hintergrundinformationen wünscht.

Hierbei kann ich nur wieder auf die neue Tagesschau App 2.0 zurückkommen. Die Startseite zeigt ca. 10 Kurz-Nachrichten in Form von 3-4 Videoschnipseln mit kurzen Bildtiteln, beim Anklicken kann man weitere Informationen und Videos lesen. Genau dieses Format vereint die zuvor dargestellten Ergebnisse: der Fokus auf Videos sowie auf Erklärformate, sozusagen entsteht ein Video-Erklärformat, gleichzeitig ist die Interaktivität gegeben, da der Leser selbständig in den Nachrichten navigieren kann (ein bisschen wie bei Instagram Stories) und zudem ist die Einbindung von Social Media stets gegeben.

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Ausblick: Wo geht es hin und wo könnte weiter geforscht werden?

Im Ausblick habe ich die möglichen weiteren Einflussfaktoren für die Zukunft von Darstellungsformen aufgezeigt. Relevante Entwicklungen sind z.B. durch Snapchat und Virtual Reality zu erwarten. Eine Herausforderung wird es sein, die junge Zielgruppe anzusprechen, das diese sich meist nur noch in den Sozialen Medien aufhält. Zudem werden Wearables, wie die Smartwatch oder Datenbrillen, immer relevanter, da sie mit den kurz, frequentierten Meldungen (siehe Tagesschau App 2.0) verbunden werden können.

Weitere Forschungen hätten in der zweigeteilte Herausforderung der Sozialen Netzwerke für Newsportale gemacht werden können, da dort einerseits die Verbreitung von Inhalten stattfindet und mit den Nutzern in Kontakt getreten wird und andererseits diese als Quelle für Inhalte neuer Trends, Diskussionen oder Bilder und Videos benutzt werden. Dadurch könnten Soziale Netzwerke in ihrer aktive und passiven Rolle in der Medienlandschaft analysiert werden.

–> Hier Bachelorarbeit als pdf herunterladen

Quelle: Fritsch, Lisa: Journalistische Darstellungsformen in Newsportalen, Mittweida 2016

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Das Geschäft mit Likes und Klicks in Social Media

scheinwelt-facebook.pngSchon seit ich blogge finde ich dieses Thema interessant. Sind die Tausenden von Likes und Klicks bei Facebook, Twitter oder YouTube wirklich echt? Was steckt hinter der Marketing-Masche „werde berühmter für 50 €“ oder „boost your page with 1000 new likes“? Stecken dahinter echte Profile und wenn ja, woher kommen diese?

Diesen Fragen ist die ZDF info Doku in Zusammenarbeit mit einer französischen Filmproduktion aus Paris auf mehreren Kontinenten nachgegangen. Mit eigener Recherche, einer Fake-Band und Kontaktpersonen in Bangladesch und New York wird das Geheimnis hinter der gekauften Beliebtheit gelüftet? Und es bleibt nicht nur eins:

Oder in der ZDF mediathek unter: http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/video/2633392/Die-Scheinwelt-von-Facebook-&-Co 

Auch in meiner Studienzeit bei unseren hochschuleigenen Onlineportal „medienMITTWEIDA“ sind wir dem Phänomen und den Agenturen, die die Likes gegen Geld anbieten, nachgegangen, wie z.B. in „Sein oder Schein – wie sozial ist das soziale Netzwek?“ oder mit mehr deutschem rechtlichem Bezug in „Freunde und Fans im Sonderangebot„.

Persönlich ist es für mich als Bloggerin auch immer wieder verlockend zu sehen, dass ich 500 mehr Likes in wenigen Stunden haben könnte aber da setze ich doch lieber auf die wahren Fans, die meine Beiträge auch wirklich lesen.

Vom Taxifahren zu den Medienbossen

Ein Bericht von mir im Rahmen meines Volontariats bei der Mitteldeutschen Journalistenschule (MJS).

Am Montag trafen sich die MJS-Volontäre und Koordinator Marcus Jänecke zusammen mit Bewegtbild-Journalist Andreas Becker zu einem gemütlichen Glühwein-Abend. Unter den zehn Teilnehmern waren auch Studenten vom Radio Mittweida und dem Onlineportal „medienMITTWEIDA“ dabei. Sie hatten die Möglichkeit dem Profi Fragen zu stellen und geheime Tipps aus der Medienbranche zu erfahren. Auch die große Frage, wie es mit den Printmedien und der Konkurrenz Online weitergeht, wurde diskutiert. Am Dienstag referierte Andreas Becker dann im Rahmen des Akademischen Dialogs an der Hochschule Mittweida über den Aufbau einer guten journalistischen Geschichte.

Auch das Geschichten erzählen war am Montag der Schwerpunkt des Abends. Andreas Becker selbst erzählte von seinem Leben – wie aus dem Münchener Politikstudenten der RTL-Chefreporter wurde, wie er als Taxifahrer Leo Kirch kutschierte und dadurch einen Job bei ProSieben ergatterte. Über diese Anekdoten heraus, machte Becker den Teilnehmern auch bewusst, wie wichtig gute Geschichten für den Journalismus sind. Sie zu finden und richtig anzupreisen sei das A und O in den Medien, so Becker. Denn „nicht das Produkt, sondern der Verkauf ist das Entscheidende.“ Diesen Satz stellte der Privatfernsehen-Journalist immer wieder in den Vordergrund.

Die Frage des Gewinns regte die Teilnehmer zur Diskussion an. Referent Becker schätzt für die Onlinemedien nur geringe Erlöse ein. Die Jungjournalisten sehen dabei mehr Potenzial als Gefahren für das Digitalgeschäft. Doch auf eins basieren sie alle: gute Inhalte. Dass Kriminalität, Nacktheit und Babys die Leser überzeugt, vertiefte Becker dann im akademischen Dialog am Dienstag.

Die MJS-Volontäre konnten besonders von den Tipps für die Berufswelt profitieren, sich nicht als ewiger Praktikant auszuweisen, sondern die richtigen Chancen zu ergreifen.

Zu lesen auf:www.mjs-mw.de

Die ersten Schritte als Moderatorin

Warten, Laufen, Licht, Stehen, Lächeln – Go!

So ungefähr könnte man den groben Ablauf beschreiben, wenn man auf die Bühne kommt – ohne Herzklopfen mit einberechnet. Die Scheinwerfer leuchten. Ich soll jetzt alle, die vor mir sitzen, informieren, anheizen und auf das, was kommt, gespannt machen – und ich sehe sie nicht einmal alle. Das Licht ist zu hell! Doch ich habe da mein kleines graues Kreuz auf dem Boden, der Punkt für die Kameras und eine Orientierung für mich. Dann heißt es einfach alles geben: 200 Prozent! Alle wichtigen Merkmale einer Moderation beachten: Stimme, Artikulation, Stand und vor allem „LMAA – Lächle mehr als andere!

Die letzten beiden Tage hatte ich die Chance ergattert, das Medienforum Mittweida – einer der größten von Studenten organisierten Kongresse der Medienbranche – mit zu moderieren. Mein Partner Thanu übernahm die Panels, also Vorträge und Diskussionen, am Vormittag. Die beiden Highlights waren die beiden Diskussionsrunden an beiden Abenden, die ich an- und abmoderieren durfte. In der ersten am Montag argumentierten Experten von ZDF, MDR und EinsPlus, sowie der Mitbegründer von RTL Television, Helmut Thoma, und auch Politiker, wie der ehemalige Staatsminister von Sachsen, Johannes Beermann, über den neuen Jugendkanal der Öffentlich-Rechtlichen. Wir nennen das auch „Elefantenrunde“. Am Dienstag ging es dann um den Medieneinfluss auf Spitzensportlern mit Stefan Kretzschmar (Handball) und Stev Theloke (Schwimmen) auf dem Podium. Weitere Expertenmeinungen kamen von einer Sportpsychologin und einem Social-Media-Profi. Moderiert wurde diese Runde von René Kindermann (ARD-Sportschau, MDR-Riverboot), den ich auch noch einmal vor die Kamera bekam.

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Fotos: Medienforum Mittweida

Und bist du schon aufgeregt?“ – die meist gestellte Frage an diesen beiden Tagen. Aber so sehr aufgeregt war ich gar nicht. Am Montag, kurz bevor es los ging, rutschte mein Herz schon mal in die Hose, aber sonst war es immer ein kleines Kribbeln. Nicht so wie an den Tagen der Generalprobe, wo nochmal alles geändert wurde und einiges schief ging – aber das soll es ja auch. Umso besser wird das Main Event. Und so war es ja auch. Vielleicht war ich nicht so aufgeregt, weil ich da unbedingt raus wollte, auf die Bühne, vor die Menschen. Ich habe lange darauf hingearbeitet. Jetzt ging der Traum in Erfüllung. Doch das ist ja erst der Anfang und eine gute Erfahrung für zukünftige Gelegenheiten.

Die Chancen durch das tolle, moderne Fernsehstudio sollten wir auf jeden Fall für Experimente nutzen. Viele waren beeindruckt von der großen LED-Wand, der Ausstattung wie im Kino-Saal mit roten Sesseln und einer Atmosphäre wie bei großen Kongressen. Referent Teja Adams und Redakteur bei Radio Bremen präsentierte das transmediale Tatort-Spiel und verglich das Medienforum mit der „republica“, einer der einflussreichsten Medienkongresse in Deutschland. Sein Hashtag dazu: #Feelslikerepublica.

Top 5: Und hier nochmal die wichtigsten Tipps, wenn ihr auch mal auf der Bühne steht bzw. stehen müsst!

1. Fülle den Raum: Spreche laut und benutze deinen Körper für ausdrucksstarke Mimik und Gestik!

2. Artikulation: Spreche deutlich und langsam, nicht die Endungen verschlucken! Mache Pausen!

3. Stehe aufrecht: Gerader Rücken, Brust raus, Bauch rein und Körperspannung!

4. Beine und Arme kontrollieren: Überlege dir vorher deine Position – nicht zu breitbeinig, aber auch nicht zu schmal und verschlossen – und schau, wie du deine Hände am bequemsten ruhig hälst.

5. Das ganze Publikum im Blick: Von hinten bis vorne, von links nach rechts überall mal hinschauen. Checke vorher ab, ob du in die Kamera schauen sollst oder nicht.

Beim Moderieren ist mehr oft mehr, aber immer wichtig: Sei ehrlich und authentisch zu deinen Zuschauern! Ich freue mich riesig auf mein nächstes Publikum!

Ein Stück Medienforum von mir in der Freien Presse

Am Samstag wurde ein Artikel von mir in der Freien Presse veröffentlicht. Darin schreibe ich im Rahmen meines Volontariats bei der Mitteldeutschen Journalistenschule über ein Panel des Medienforums Mittweida, das in der kommenden Woche stattfindet.

Von Hamburg nach Mittweida – Medienforum: Studenten diskutieren über die Arbeitswelt der Zukunft

Auf dem Medienforum Mittweida am kommenden Montag und Dienstag werden an der hiesigen Hochschule nicht nur Unternehmer aus der Medienbranche zu Wort kommen, auch Studenten wollen in Diskussion mit dem Publikum bei Diskussionsrunden treten. Dafür reisen unter anderem zwei Studenten mit ihrem Projektteam aus Hamburg nach Mittweida….

Weiterlesen hier.

 

Erste Moderationserfahrungen

International. Aufregend und in letzter Minute noch das Flugzeug bekommen.

Am Donnerstag vergangener Woche nahm die International Night ihre Zuschauer mit auf einen Flug in viele entfernte Länder. Diese konnten sich über einen Auslandsaufenthalt informieren: ob Erasmus-Semester in Polen oder Praktikum in Kanada. Die Passagiere und Gäste auf der Bühne durfte ich mit meinem Moderationspartner Thanu anleiten. Mit einem weiteren Studenten aus Bulgarien, der die englische Diskussionsrunde leitete, waren wir die Moderatoren des Abends. Dieser führte von Departure über Arrival bis zum Flight Attendant mit einer Expertenrunde und wertvollen Tipps für ein Semester im Ausland.

In der ersten Runde befragte ich zwei Studenten, die für ein Praktikum in Kanada und Russland waren, über ihre Auslandserfahrungen. Im letzten Teil führten Thanu und ich eine Gesprächs- und Fragerunde mit Experten und dem Publikum. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht und es war eine spannende Erfahrung. Ich konnte Gelerntes aus Moderations-Workshops und Rhetorikkursen umsetzen, möchte aber noch viel mehr lernen. Denn oft ist es schwierig zu entscheiden ob die Zeit, die das Event vorgibt, wichtiger ist als der Inhalt, den man durch die Gäste auf der Bühne wiedergeben möchte. Trotzdem konnte ich schon meine Spontanität testen, denn erst kurze Zeit vorher stand der genaue Ablaufplan fest – halt: „in letzter Minute noch das Flugzeug bekommen“. Es gab nur eine kleine Generalprobe, aber genau daraus lernt man ja selbst und auch das ganze Team. Die Veranstaltung war eine Probe für die komplette Belegschaft des Medienforums, das am 17. und 18. November in Mittweida stattfindet. Ich freue mich drauf!

Danke für die Berichterstattungen und Komplimente auf medien-student.de und hs-mittweida.de sowie medien-mittweida.de.

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