Praxisnah, aktuell und vielseitig: Medien studieren in Mittweida

Warum es Mittweidaer Studenten eigentlich so gut haben. Ein Update.

Trockene Vorlesungen, riesige Wälzer über Theorien der Kommunikationswissenschaft und Analysen über Analysen –  das erwartetet keinen Studenten des Bachelorstudiengangs „Medienmanagement“ an der Hochschule Mittweida im ersten Semester. Unterschiedliche technische Skills und aktuelle Einblicke in das Mediengeschehen stehen auf dem Programm. Ab dem zweiten Semester starten die angehenden Manager dann sofort in die Praxis, um Gelerntes umzusetzen. Dabei ist es sogar oft schwer unter dem Angebot zu entscheiden: Event, Print, Radio, Fernsehen, Theater… die Liste ist lang, aber auch die Zeit, die dafür aufgewendet werden muss, intensiv. Im August eröffnet das Zentrum für Medien und Soziale Arbeit (ZMS), das diesen beiden Fakultäten der Hochschule ein neues „Zuhause“ gibt. Dadurch bringt Mittweida ihre Studenten auf den aktuellsten Stand der Technik.

3ZMS

Das Herzen des neues ZMS macht das neue dreistöckige Fernsehstudio aus, welches man in einem Beitrag von medienMITTWEIDA sehen kann. Der lichtdurchflutete, massive Baukomplex bietet neuen Platz für die Studenten, Professoren und Mitarbeiter. Bis zum nächsten Jahr sollen dann alle Baustellen erledigt sein und auch das Radio Mittweida mit neuem Studio eingezogen sein. Doch so ein modernes Medienhaus für Mittweida? Viele wissen ja nicht mal wo das liegt! Nördlich von Chemnitz in Sachsen lockt Mittweida jedes Jahr ca. 600 neue Studenten in die kleine Kreisstadt mit 15000 Einwohnern. Vor allem dieses Jahr sind es besonders viele neue Medienstudenten: 170 neue Medienmanager und 180 weitere neue Medieninformatiker und Media & Acousticaler ziehen auch in das neue Zentrum.

Wenn ich mich mit anderen Studenten aus ganz Deutschland unterhalte, die auch mal in die Berufsbranche der Medien einsteigen möchten, stoße ich oft auf die anfangs beschriebenen Zustände. Die ersten Semester machen dort oft trockenen Stoff von Statistik über Modelle aus. Nichts gegen Theorie, denn sie ist erst die Basis für alles, was man professionell ausführen möchte, doch vor allem in den Medien ist es heutzutage so wichtig, vielseitig praktisch ausgebildet zu sein. Zudem ist es so einfach, etwas Praxisnahes wie ein Webportal oder Musikfestival mit engagierten Studenten auf die Beine zu stellen. Als Medienstudent in Mittweida heißt es also immer wieder „Übung macht den Meister“ oder „Learning by Doing“ – egal ob im hochschuleigenen Onlinemagazin, Lokalradio oder Fernsehmodul.

Das heutige Studium der Kommunikationswissenschaft wird in vielen Universitäten schon neu ausgelegt, aber oft sind die Pflichtkurse und Standardvorlesungen über Theorien noch tief verwurzelt. Vielleicht aus Angst vor Veränderungen? In Mittweida wird ständig über den Modulplan gegrübelt. Letztes Jahr wurde aus dem ehemaligen „Medientechnik“-Studiengang ein auf den Wirtschaftsmarkt angepasster Ingenieur-Bachelor errichtet: „Media & Acoustical Engineering“. Auch der Medienmanagement-Studiengang wird ab September dieses Jahres mit neuer Modulordnung an die crossmediale Entwicklung in den Medien angepasst. Eine Auswahl aus vier Bereichen in den Medien ist für die Vertiefung ab dem 3. Semester geboten. Die Hochschulmedien an sich sollen auch noch mehr zusammenarbeiten und sich gegenseitig ergänzen.

Als weiteren Punkt der Vielseitigkeit ist das große Angebot an externen Vorlesungen, Seminare und Workshops, wie ein Modul „Wirtschaftskommunikation“ mit Cherno Jobatey als Dozenten. Auch Workshops des Career Service Center für z.B. Moderation oder Zeitmanagement werden angeboten. Außerdem hat man die Chance in der Mitteldeutschen Journalistenschule als Volontär mitzuwirken, welche Chance ich letzten Oktober ergriff.

Als ich letztes Jahr in Mittweida als „Ersti“ angefangen habe, hatte ich überhaupt keinen Überblick und Plan, was mich erwartet. Man fragt sich dann im Laufe der Zeit so rum, aber wenn ihr noch Fragen habt, könnt ihr mich gern anschreiben. Siehe „Autorin“.

Im Juni werden meine Blogeinträge nicht so intensiv erarbeitet sein, da ich den Pressebereich der Hochschule Mittweida vertrete. Danach kommen die Prüfungen und mein Praktikum beim Tagesspiegel.

Dieser Artikel wurde am 26. Oktober 2014 aktualisiert.

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